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Wundheilungsphasen verstehen

Reinigung, Granulation, Epithelisierung – und was jede Phase braucht.

Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026

Wundheilung verläuft nicht wie ein starrer Kalender. Mehrere biologische Vorgänge überschneiden sich, und chronische Wunden können in einer Entzündungsphase feststecken.

Drei vereinfachte Phasen

1. Reinigungs- und Entzündungsphase: Blutstillung und Immunabwehr beginnen. Wundsekret und Entzündungszeichen können zunächst normal sein. Abgestorbenes Gewebe, Fremdkörper oder eine anhaltende Infektion stören den Übergang.

2. Granulations- oder Aufbauphase: Neues, gut durchblutetes Gewebe füllt den Defekt. Es ist empfindlich und sollte vor Austrocknung, Druck und traumatischem Verbandwechsel geschützt werden.

3. Epithelisierung und Reifung: Hautzellen wandern vom Rand ein, die Oberfläche schließt sich. Das Narbengewebe wird über Monate umgebaut, erreicht aber nicht vollständig die Belastbarkeit unverletzter Haut.

Heilungsverlauf richtig beurteilen

Günstige Zeichen können eine kleinere Fläche und Tiefe, gesundes Granulationsgewebe, weniger Sekret und ein vorrückender Wundrand sein. Farbe allein genügt nicht.

Stagnation oder Verschlechterung kann durch Druck, Durchblutungsmangel, Ödem, Infektion, Mangelernährung, unpassendes Material oder die Grunderkrankung entstehen. Dann muss nicht nur der Verband, sondern die Ursache neu bewertet werden.

Häufige Fragen

Wie lange dauert jede Phase?

Das ist individuell. Wundart, Größe, Durchblutung, Erkrankungen und Therapie bestimmen den Verlauf.

Ist gelber Belag immer Eiter?

Nein. Fibrin, abgestorbenes Gewebe und Eiter können ähnlich wirken. Geruch, Sekret, Schmerz und klinischer Gesamtbefund müssen fachlich beurteilt werden.

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Quellen

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Wie lange dauert jede Phase?

Das ist individuell. Wundart, Größe, Durchblutung, Erkrankungen und Therapie bestimmen den Verlauf.

Ist gelber Belag immer Eiter?

Nein. Fibrin, abgestorbenes Gewebe und Eiter können ähnlich wirken. Geruch, Sekret, Schmerz und klinischer Gesamtbefund müssen fachlich beurteilt werden.

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