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Wunddokumentation: Fotos, Maße, Verlauf

Was dokumentiert werden muss – auch für die Kasse.

Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026

Eine gute Wunddokumentation zeigt, ob eine Therapie wirkt, und verbessert die Abstimmung zwischen Arztpraxis, Pflegedienst und Wundfachkraft. Sie soll vergleichbar, sachlich und nachvollziehbar sein.

Was dokumentiert wird

  • Wundart, Ursache und genaue Körperstelle
  • Länge, Breite und – fachgerecht – Tiefe
  • Taschen, Unterminierungen oder Fisteln
  • Gewebe im Wundgrund
  • Menge, Farbe und Beschaffenheit des Exsudats
  • Geruch nach Reinigung
  • Wundrand und umgebende Haut
  • Schmerz und weitere Infektionszeichen
  • durchgeführte Reinigung, Material und Wechselintervall
  • Druckentlastung, Kompression oder andere Ursachenbehandlung

Messen Sie immer nach derselben Methode und in festgelegten Abständen. Ungefähre Angaben wie „etwas besser“ reichen nicht.

Fotos sicher erstellen

Vor Fotos braucht es eine passende Einwilligung oder andere tragfähige Rechtsgrundlage. Nutzen Sie kein privates Handy und keinen ungesicherten Messenger. Foto, Patient und Datum müssen eindeutig zugeordnet sein, ohne unnötige Identitätsmerkmale zu zeigen.

Für Vergleichbarkeit helfen gleicher Abstand, Blickwinkel, Beleuchtung und ein steriler oder hygienisch geeigneter Messmaßstab neben der Wunde. Ein Foto ersetzt weder Beschreibung noch Untersuchung.

Veränderungen weitergeben

Neue Entzündungszeichen, mehr Schmerz, eine größere Wunde, schwarzes Gewebe oder eine akute Verschlechterung müssen unverzüglich an die behandelnde Praxis gemeldet werden. Dokumentation ist kein Grund, eine dringende Behandlung aufzuschieben.

Häufige Fragen

Wie oft muss fotografiert werden?

So häufig wie für Verlauf und Behandlungsentscheidung nötig, nicht automatisch bei jedem Wechsel. Einrichtung und Behandlungsplan legen das Intervall fest.

Darf ein Angehöriger Wundfotos per E-Mail senden?

Nur nach Absprache über einen sicheren, datenschutzgerechten Weg. Normale private Übertragung kann Gesundheitsdaten gefährden.

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Quellen

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Häufige Fragen

Wann gilt eine Wunde als chronisch?

Wenn sie nach vier bis acht Wochen unter fachgerechter Behandlung keine Heilungstendenz zeigt. Dann muss die Ursache behandelt werden, nicht nur die Wunde.

Wer übernimmt die Kosten der Wundversorgung?

Die Krankenkasse über die häusliche Krankenpflege nach §37 SGB V, verordnet per Muster 12. Verbandmaterial wird über die Verordnung abgerechnet.

Woran erkenne ich eine Wundinfektion?

Zunehmende Rötung und Überwärmung, pochender Schmerz, unangenehmer Geruch, trübes Sekret oder Fieber. In diesen Fällen sollte am selben Tag ärztlich geschaut werden.

Ihr nächster Schritt

Sie wissen jetzt, was bei „Wunddokumentation“ gilt. So kommen Sie konkret weiter:

  1. 1Pflege-Check starten12 Fragen, danach Ihre Ansprüche im Überblick.
  2. 2Kostenlose Beratung buchen30 Minuten mit einer Pflegeberaterin, §7a SGB XI.
  3. 3Pflegegrad beantragenAntrag, Begutachtung und häufige Fehler.