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Stürze verhindern: Maßnahmen mit Wirkung

Wohnung, Schuhe, Medikamente, Training.

Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026

Sturzprophylaxe: Nicht weniger bewegen, sondern sicherer

Nach einem Sturz vermeiden viele Menschen aus Angst jede Bewegung. Dadurch nehmen Kraft und Gleichgewicht weiter ab – und das Risiko kann steigen. Gute Sturzprophylaxe kombiniert Bewegung, medizinische Prüfung, passende Hilfsmittel und eine sichere Umgebung.

Persönliche Risiken erkennen

  • frühere Stürze
  • Schwindel oder niedriger Blutdruck
  • Muskelschwäche
  • Sehprobleme
  • unsicheres Gehen
  • ungeeignete Schuhe
  • häufige nächtliche Toilettengänge
  • Demenz oder akute Verwirrtheit
  • Medikamente mit Müdigkeit oder Blutdruckabfall
  • Alkohol
  • schlecht angepasste Gehhilfe

Ein neuer Sturz oder plötzlich verändertes Gehen sollte medizinisch abgeklärt werden.

Welche Zuschüsse sich kombinieren lassen, sagen wir Ihnen in einer kostenlosen Beratung.

Bewegung ist zentral

Kraft- und Gleichgewichtstraining senkt das Risiko, wenn es zum Gesundheitszustand passt. Physiotherapie oder geeignete Gruppenangebote können Übungen auswählen. Wichtig ist regelmäßiges Training statt seltener hoher Belastung.

Medikamente prüfen lassen

Schlafmittel, beruhigende Medikamente, bestimmte Blutdruckmittel und Kombinationen können das Sturzrisiko beeinflussen. Medikamente niemals eigenmächtig absetzen. Hausarzt oder Apotheke können den gesamten Plan auf Risiken und Doppelverordnungen prüfen.

Wohnung sicherer machen

  • lose Teppiche und Kabel entfernen
  • helle, blendfreie Beleuchtung
  • Nachtlicht zum Bad
  • stabile Haltemöglichkeiten
  • häufig genutzte Dinge erreichbar lagern
  • rutschhemmende Wege
  • passende Sitz- und Betthöhe
  • Treppen mit Handlauf und Kontrast
  • Notrufmöglichkeit am Körper

Hilfsmittel richtig nutzen

Rollator, Stock oder Rollstuhl müssen passen und regelmäßig gewartet werden. Möbel, fahrbare Tische oder Handtuchhalter sind keine sicheren Gehhilfen. Schuhe sollten Halt geben und fest sitzen.

Keine Fixierung als Standardlösung

Bettgitter, Gurte, verschlossene Türen oder beruhigende Medikamente verhindern Stürze nicht zuverlässig und können schwere Schäden verursachen. Sie können freiheitsentziehend sein und benötigen eine strenge rechtliche und fachliche Prüfung. Vorrang haben weniger eingreifende Alternativen.

Nach einem Sturz

Nicht sofort hochziehen. Prüfen Sie Bewusstsein, Schmerzen, Fehlstellungen, Blutung und Kopfverletzung.

Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, Lähmung, starken Schmerzen, sichtbarer Fehlstellung oder möglicher schwerer Kopfverletzung gilt: sofort 112 rufen.

Auch scheinbar harmlose wiederholte Stürze sollten ärztlich abgeklärt und dokumentiert werden.

Häufige Fragen

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Quellen

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Häufige Fragen

Verhindern Hüftprotektoren jeden Bruch?

Nein. Sie können in ausgewählten Situationen ergänzen, müssen aber passen und konsequent getragen werden.

Sollte das Bettgitter nachts immer hoch sein?

Nein. Es kann Überklettern und Verletzungen fördern und die Freiheit entziehen. Individuelle Prüfung ist erforderlich.

Ist ein Rollator nach jedem Sturz sinnvoll?

Nicht automatisch. Ursache, Kraft, Kognition und sichere Bedienung müssen geprüft werden.

Was gehört in ein Sturzprotokoll?

Zeit, Ort, Tätigkeit, Schuhe, Hilfsmittel, Beschwerden, Verletzung, Medikamente und mögliche Auslöser.

Ihr nächster Schritt

Sie wissen jetzt, was bei „Sturzprophylaxe“ gilt. So kommen Sie konkret weiter:

  1. 1Pflege-Check starten12 Fragen, danach Ihre Ansprüche im Überblick.
  2. 2Kostenlose Beratung buchen30 Minuten mit einer Pflegeberaterin, §7a SGB XI.
  3. 3Pflegegrad beantragenAntrag, Begutachtung und häufige Fehler.

Fragen zu „Stürze verhindern: Maßnahmen mit Wirkung“? Wir beraten Sie persönlich.

In einem kostenfreien Gespräch ordnen wir Ihre Situation ein und sagen Ihnen, welcher Schritt jetzt wirklich hilft. Ihr Thema nehmen wir direkt mit in die Vorbereitung.

Kostenfrei und unverbindlich. Wir übergeben nur den Titel dieses Beitrags als Gesprächsanlass – keine Gesundheitsangaben.

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