Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026
Rollator: Sicherheit entsteht durch die richtige Anpassung
Ein Rollator kann Halt geben, Pausen ermöglichen und Einkäufe transportieren. Ein ungeeignetes oder falsch eingestelltes Modell kann dagegen Fehlhaltungen und Stürze begünstigen.
Die Auswahl sollte sich nach Körpermaßen, Kraft, Gleichgewicht, Wohnumfeld und hauptsächlichem Einsatz richten.
Innen-, Außen- oder Kombimodell?
Wohnungsrollator
Schmal, wendig und für enge Räume geeignet. Häufig mit Tablett.
Außenrollator
Größere Räder, stabiler Rahmen, Sitzmöglichkeit und bessere Fahreigenschaften auf unebenem Boden.
Kombimodell
Versucht beide Einsatzbereiche abzudecken, kann aber in kleinen Wohnungen zu breit oder draußen weniger komfortabel sein.
Darauf kommt es an
- passende Griffhöhe
- leicht erreichbare Bremshebel
- sichere Feststellbremse
- ausreichende Belastbarkeit
- passende Breite für Türen und Wege
- Gewicht beim Verladen
- gut erreichbare Sitzfläche
- Kippsicherheit
- geeignete Räder
- notwendiges Zubehör
Eine Sitzfläche darf nur mit festgestellten Bremsen genutzt werden.
Griffhöhe einstellen
Als Ausgangspunkt steht die Person aufrecht und locker im Rollator. Die Griffe liegen ungefähr auf Höhe der Handgelenke bei herabhängenden Armen. Beim Greifen bleiben die Ellenbogen leicht gebeugt.
Die endgültige Einstellung sollte eine Fachperson prüfen. Schmerzen, Lähmungen oder besondere Körperproportionen erfordern individuelle Anpassung.
Sicher gehen
- nah im Rollator gehen, nicht weit dahinter
- beide Hände an den Griffen
- Blick nach vorne
- Gefälle kontrolliert und langsam
- Bordsteine nur mit sicherer Technik
- keine schweren Taschen an die Griffe hängen
- Bremsen regelmäßig testen
Physio- oder Ergotherapie kann das sichere Nutzen trainieren.
Kostenübernahme
Ist der Rollator medizinisch notwendig, kann die Krankenkasse nach ärztlicher Verordnung leisten. Versicherte erhalten häufig ein geeignetes Standardmodell über einen Vertragspartner. Für besondere Funktionen braucht es eine nachvollziehbare medizinische Begründung.
Die gesetzliche Zuzahlung beträgt grundsätzlich zehn Prozent, mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Wunsch- oder Komfortausstattung kann Mehrkosten verursachen.
Weiterlesen
- Stürze verhindern: Maßnahmen mit Wirkung
- Barrierefreies Wohnen: Standards und Förderung
- Zuzahlungen bei Hilfsmitteln
Quellen
Passende Themen
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- Rollstuhl: Typen, Anpassung, ZuzahlungAktiv, Leichtgewicht oder Elektrorollstuhl.
Häufige Fragen
Was zahlt die Pflegekasse pauschal?
Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie Handschuhe oder Bettschutzeinlagen gibt es 42 Euro monatlich – unabhängig vom Pflegegrad, ab Pflegegrad 1.
Wie hoch ist der Zuschuss für Umbauten?
Bis zu 4.180 Euro je Maßnahme für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen wie bodengleiche Dusche oder Türverbreiterung. Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, erhöht sich der Betrag.
Muss ich Hilfsmittel selbst bezahlen?
Bei technischen Hilfsmitteln der Krankenkasse fallen in der Regel 10 Prozent Zuzahlung an, höchstens 10 Euro pro Hilfsmittel. Eine Zuzahlungsbefreiung ist möglich.