Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026
Hausnotruf: Hilfe auslösen, wenn das Telefon nicht erreichbar ist
Ein Hausnotruf verbindet einen tragbaren Funksender mit einer Basisstation oder einem mobilen System. Nach dem Auslösen wird eine Notrufzentrale oder eine vorher festgelegte Kontaktperson erreicht.
Er ist besonders sinnvoll für Menschen, die nach einem Sturz oder einer akuten Verschlechterung nicht sicher zum Telefon gelangen könnten.
Welche Zuschüsse sich kombinieren lassen, sagen wir Ihnen in einer kostenlosen Beratung.
Kostenübernahme durch die Pflegekasse
Die gesetzliche Pflegeversicherung kann aktuell bis zu 27 Euro monatlich übernehmen. In der Regel müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- mindestens Pflegegrad 1
- eine Notsituation ist jederzeit möglich
- ein normaler Telefonnotruf wäre dann voraussichtlich nicht möglich
- die Person lebt überwiegend allein oder mit Menschen, die selbst keinen Notruf auslösen können
- der Anbieter ist von der Pflegekasse anerkannt
Der Zuschuss deckt häufig einen Basistarif. Zusatzleistungen können privat zu zahlen sein.
Basistarif und Zusatzleistungen
Zum Basissystem gehören typischerweise:
- Basisgerät
- tragbarer Notrufknopf
- Verbindung zur Zentrale
- Annahme und Weiterleitung des Notrufs
Mögliche Zusatzleistungen:
- Schlüsselhinterlegung
- Einsatzdienst
- Sturzerkennung
- Mobilfunknutzung außerhalb der Wohnung
- Rauch- oder Bewegungsmelder
- tägliche Kontrolltaste
Prüfen Sie nicht nur den Monatsbeitrag, sondern auch Anschluss-, Einsatz-, Schlüssel- und Kündigungskosten.
Notrufkette festlegen
Die Zentrale muss wissen, wen sie in welcher Reihenfolge informiert. Hinterlegen Sie:
- Angehörige oder Nachbarn
- Pflegedienst
- Rettungsdienst für medizinische Notfälle
- Diagnosen und wichtige Hinweise
- Zugang zur Wohnung
Eine Schlüsselbox muss sicher montiert und datenschutzgerecht verwaltet werden.
Technik testen
- Reichweite in allen Räumen, Keller, Balkon und Garten prüfen
- Freisprechen testen
- Sender konsequent tragen
- Akku- und Stromausfallabsicherung klären
- regelmäßigen Testalarm vereinbaren
- Änderungen der Kontakte sofort melden
Ein Notrufknopf auf dem Nachttisch hilft nicht, wenn der Sturz im Bad passiert. Er muss am Körper getragen werden.
Häufige Fragen
Weiterlesen
- Smart Home in der Pflege
- Stürze verhindern: Maßnahmen mit Wirkung
- Hilfsmittel beantragen: der Weg zur Zusage
Quellen
Passende Themen zu Hausnotruf
- Stürze verhindern: Maßnahmen mit WirkungWohnung, Schuhe, Medikamente, Training.
- Pflege aus der Ferne organisierenWenn Sie 400 Kilometer entfernt wohnen.
Häufige Fragen
Funktioniert der Hausnotruf ohne Festnetz?
Viele Systeme nutzen Mobilfunk oder Internet. Entscheidend sind Netzabdeckung, Ausfallsicherheit und Vertragsmodell.
Zahlt die Pflegekasse eine automatische Sturzerkennung?
Sie kann eine private Zusatzleistung sein. Der Basistarif und die konkrete Bewilligung sind maßgeblich.
Wird bei jedem Alarm der Rettungsdienst geschickt?
Die Zentrale klärt die Situation und folgt der vereinbarten Notrufkette. Bei medizinischem Notfall wird der Rettungsdienst alarmiert.
Kann der Anbieter den Antrag stellen?
Viele anerkannte Anbieter unterstützen bei der Antragstellung. Die Pflegekasse entscheidet.
Ihr nächster Schritt
Sie wissen jetzt, was bei „Hausnotruf“ gilt. So kommen Sie konkret weiter:
- 1Pflege-Check starten12 Fragen, danach Ihre Ansprüche im Überblick.
- 2Kostenlose Beratung buchen30 Minuten mit einer Pflegeberaterin, §7a SGB XI.
- 3Pflegegrad beantragenAntrag, Begutachtung und häufige Fehler.
Fragen zu „Hausnotruf: Systeme und Kostenübernahme“? Wir beraten Sie persönlich.
In einem kostenfreien Gespräch ordnen wir Ihre Situation ein und sagen Ihnen, welcher Schritt jetzt wirklich hilft. Ihr Thema nehmen wir direkt mit in die Vorbereitung.
Kostenfrei und unverbindlich. Wir übergeben nur den Titel dieses Beitrags als Gesprächsanlass – keine Gesundheitsangaben.
