Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026
Hautpflege: Schützen, beobachten und Ursachen erkennen
Alternde und pflegebedürftige Haut ist häufig trockener und verletzlicher. Zu häufiges Waschen, ungeeignete Produkte, Feuchtigkeit, Druck und Reibung können die Hautbarriere zusätzlich schädigen.
Gute Hautpflege beginnt mit Beobachtung und möglichst wenig Belastung.
Welche Zuschüsse sich kombinieren lassen, sagen wir Ihnen in einer kostenlosen Beratung.
Tägliche Hautkontrolle
Achten Sie besonders auf:
- Hautfalten
- Gesäß und Intimbereich
- Fersen und Knöchel
- Ellenbogen
- Bereiche unter Hilfsmitteln
- Stellen unter Pflastern oder Schläuchen
Dokumentieren Sie neue Rötungen, Blasen, Risse, Nässen, Schwellung, Wärme oder Schmerzen.
Sanft reinigen
- angenehm warmes statt heißes Wasser
- milde, hautverträgliche Reinigung
- nicht kräftig reiben
- Hautfalten sorgfältig trocknen
- Einmalmaterial nicht mehrfach verwenden
- persönliche Handtücher und Waschlappen sauber halten
Eine Ganzkörperwäsche mit Reinigungsprodukt ist nicht bei jedem Menschen täglich nötig. Wünsche, Gewohnheiten und Hautzustand bestimmen den Ablauf.
Trockene Haut pflegen
Eine passende rückfettende oder feuchtigkeitsspendende Pflege kann die Hautbarriere unterstützen. Produkt und Häufigkeit sollten zum Hautzustand passen. Neue Produkte zunächst kleinflächig testen.
Bei starkem Juckreiz, Ekzem, Allergieverdacht oder offenen Stellen ist ärztliche beziehungsweise pflegefachliche Beurteilung nötig.
Hautschutz bei Inkontinenz
Urin, Stuhl, Wärme und Reibung können eine inkontinenzassoziierte Hautschädigung verursachen. Wichtig sind:
- bedarfsgerechter Produktwechsel
- schonende Reinigung nach Verschmutzung
- vollständiges, sanftes Trocknen
- geeigneter Hautschutz
- luft- und passgerechte Versorgung
- keine übereinander gestapelten Saugprodukte
Druckstellen erkennen
Eine Rötung über einem Knochenvorsprung, die nach Druckentlastung nicht verschwindet, kann ein frühes Zeichen eines Dekubitus sein. Die Stelle darf nicht massiert werden. Druck sofort reduzieren und fachliche Hilfe holen.
Wann ärztliche Hilfe nötig ist
- offene oder tiefe Wunde
- zunehmende Rötung und Wärme
- Eiter oder unangenehmer Geruch
- Fieber
- starke Schmerzen
- schwarze Hautanteile
- rasche Ausbreitung
- allergische Reaktion
Häufige Fragen
Weiterlesen
- Inkontinenzversorgung organisieren
- Lagerungshilfen und Positionierung
- Dekubitus erkennen und behandeln
Quellen
Passende Themen zu Hautpflege Pflegebedürftige
- Dekubitusprophylaxe im AlltagBewegung, Lagerung, Hautkontrolle.
- Inkontinenzversorgung organisierenProdukte, Verordnung, Mehrkosten vermeiden.
Häufige Fragen
Ist Wasser allein immer ausreichend?
Das hängt von Verschmutzung und Hautzustand ab. Bei Stuhl oder starkem Schmutz ist geeignete Reinigung nötig.
Darf eine rote Druckstelle massiert werden?
Nein. Reiben und Massieren können zusätzlich schädigen. Druckentlastung und fachliche Beurteilung sind wichtig.
Ist Babypuder für Hautfalten geeignet?
Puder kann verklumpen und reiben. Nutzen Sie nur fachlich empfohlene Produkte.
Hilft mehr Creme immer besser?
Nein. Zu viel oder ungeeignete Pflege kann Feuchtigkeit stauen oder Hilfsmittel beeinträchtigen.
Ihr nächster Schritt
Sie wissen jetzt, was bei „Hautpflege Pflegebedürftige“ gilt. So kommen Sie konkret weiter:
- 1Pflege-Check starten12 Fragen, danach Ihre Ansprüche im Überblick.
- 2Kostenlose Beratung buchen30 Minuten mit einer Pflegeberaterin, §7a SGB XI.
- 3Pflegegrad beantragenAntrag, Begutachtung und häufige Fehler.
Fragen zu „Hautpflege in der Pflege“? Wir beraten Sie persönlich.
In einem kostenfreien Gespräch ordnen wir Ihre Situation ein und sagen Ihnen, welcher Schritt jetzt wirklich hilft. Ihr Thema nehmen wir direkt mit in die Vorbereitung.
Kostenfrei und unverbindlich. Wir übergeben nur den Titel dieses Beitrags als Gesprächsanlass – keine Gesundheitsangaben.
