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Kosten und Zuzahlungen bei Wundmaterial

Was die Krankenkasse trägt und wo Eigenanteile entstehen.

Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026

Bei medizinischer Notwendigkeit können verordnungsfähige Verbandmittel und professionelle Wundversorgung Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse sein. Material und Pflegeleistung werden getrennt verordnet und abgerechnet.

Verbandmittel

Verordnete, erstattungsfähige Verbandmittel werden über die Apotheke oder einen Vertragspartner abgegeben. Volljährige zahlen grundsätzlich zehn Prozent des Abgabepreises, mindestens fünf und höchstens zehn Euro je abgegebenem Mittel, jedoch nie mehr als dessen Preis. Eine Zuzahlungsbefreiung gilt.

Produkte ohne ausreichende Erstattungsgrundlage, Wunschprodukte oder Mengen über den medizinischen Bedarf können privat zu zahlen sein. Lassen Sie vor der Bestellung klären:

  • Ist das Produkt als Verbandmittel erstattungsfähig?
  • Gibt es eine wirtschaftliche, medizinisch geeignete Alternative?
  • Entstehen Aufzahlung oder private Folgekosten?
  • Wer liefert und wer kontrolliert den Verbrauch?

Professioneller Verbandwechsel

Kann die versicherte Person oder eine im Haushalt lebende Person die Maßnahme nicht übernehmen, kann ärztlich verordnete häusliche Krankenpflege den Verbandwechsel und die Wundkontrolle umfassen. Für chronische und schwer heilende Wunden sind spezialisierte Leistungserbringer vorgesehen.

Bei häuslicher Krankenpflege zahlen Volljährige grundsätzlich zehn Prozent der Kosten für höchstens 28 Tage je Kalenderjahr plus zehn Euro je Verordnung, sofern keine Befreiung besteht.

Häufige Fragen

Darf ein Anbieter ohne Rücksprache anderes Material liefern?

Ein Wechsel muss medizinisch geeignet und mit dem Behandlungsplan vereinbar sein. Fragen Sie nach Grund, Erstattungsstatus und möglichen Mehrkosten.

Zählt eine private Aufzahlung zur Belastungsgrenze?

Meist nicht. Nur gesetzliche Zuzahlungen werden berücksichtigt, nicht freiwillige Mehrkosten oder nicht erstattungsfähige Produkte.

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Quellen

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Häufige Fragen

Wann gilt eine Wunde als chronisch?

Wenn sie nach vier bis acht Wochen unter fachgerechter Behandlung keine Heilungstendenz zeigt. Dann muss die Ursache behandelt werden, nicht nur die Wunde.

Wer übernimmt die Kosten der Wundversorgung?

Die Krankenkasse über die häusliche Krankenpflege nach §37 SGB V, verordnet per Muster 12. Verbandmaterial wird über die Verordnung abgerechnet.

Woran erkenne ich eine Wundinfektion?

Zunehmende Rötung und Überwärmung, pochender Schmerz, unangenehmer Geruch, trübes Sekret oder Fieber. In diesen Fällen sollte am selben Tag ärztlich geschaut werden.

Ihr nächster Schritt

Sie wissen jetzt, was bei „Wundversorgung Kosten“ gilt. So kommen Sie konkret weiter:

  1. 1Pflege-Check starten12 Fragen, danach Ihre Ansprüche im Überblick.
  2. 2Kostenlose Beratung buchen30 Minuten mit einer Pflegeberaterin, §7a SGB XI.
  3. 3Pflegegrad beantragenAntrag, Begutachtung und häufige Fehler.