Stand: Juli 2026 · Fachlich geprüft am 31.07.2026
Entlassung gut vorbereiten
Nach einer hüftgelenksnahen Fraktur beginnt die Mobilisation üblicherweise früh. Welche Belastung und Bewegungen erlaubt sind, hängt von Operation und ärztlicher Anweisung ab. Der Entlassbrief muss verständlich festhalten, wie das Bein belastet werden darf.
Vor der Heimkehr klären:
- Wer übernimmt Wundkontrolle und Medikamente?
- Welche Gehhilfe ist angepasst?
- Sind Toilette, Bett und Sitzhöhe geeignet?
- Wie werden Treppen und Fahrten bewältigt?
- Wann beginnen Physiotherapie und Rehabilitation?
- Wer hilft bei Körperpflege, Essen und Haushalt?
Sicher mobilisieren
Die betroffene Person soll so viel wie möglich selbst tun, aber nicht ungesichert aufstehen. Gehhilfe, Schuhe und Transfers müssen angeleitet sein. Vorgaben zu verbotenen Bewegungen nach Gelenkersatz gelten nur, wenn das Operationsteam sie ausgesprochen hat.
Beschwerden beobachten
Schmerzen sollen wirksam behandelt werden, weil sonst Bewegung und Atmung beeinträchtigt werden. Medikamente nur nach Plan geben. Rötung, zunehmende Schwellung, Überwärmung, Wundsekret oder Fieber müssen ärztlich abgeklärt werden.
Ein plötzlich geschwollenes schmerzendes Bein kann auf eine Thrombose hinweisen. Plötzliche Atemnot, Brustschmerz, Bluthusten oder Kollaps können Zeichen einer Lungenembolie sein: sofort 112 rufen.
Erneute Stürze verhindern
Lassen Sie Sturzursachen prüfen: Sehvermögen, Blutdruck, Schwindel, Medikamente, Muskelkraft und Wohnung. Stolperstellen entfernen, Licht verbessern und die Gehhilfe korrekt einstellen. Nach einer typischen Altersfraktur sollte auch ein mögliches Osteoporoserisiko angesprochen werden.
Häufige Fragen
Wann darf das Bein voll belastet werden?
Das bestimmt das Operationsteam. Die Angabe muss im Entlassbrief stehen und darf nicht geraten werden.
Ist viel Bettruhe sicherer?
Meist nicht. Längere Immobilität erhöht Komplikationsrisiken. Mobilisation erfolgt nach medizinischer und therapeutischer Vorgabe.
Was braucht man zu Hause?
Das hängt von Wohnung und Fähigkeiten ab. Häufig werden Gehhilfe, erhöhte Sitzmöglichkeiten, Duschhilfe oder Toilettenanpassung geprüft.
Wann ist Rehabilitation sinnvoll?
In der Regel schließt sich eine Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitation an; bei älteren Menschen häufig geriatrisch ausgerichtet.
Weiterlesen
- Rollator richtig auswählen und einstellen
- Stürze verhindern: Maßnahmen mit Wirkung
- Osteoporose und Frakturrisiko
Quellen
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